>
Download Pressefoto 01 ©Sven Hagolani
(JPG | 127.71 KB)
>
Download Pressefoto 02 ©Sven Hagolani
(JPG | 108.60 KB)
>
Download Pressefoto 03 ©Sven Hagolani
(JPG | 133.25 KB)
>
Download Pressefoto 04 ©Sven Hagolani
(JPG | 122.10 KB)
>
Download Pressefoto 05 ©Sven Hagolani
(JPG | 124.93 KB)
>
Download Pressefoto 06 ©Sven Hagolani
(JPG | 130.16 KB)
>
Download Pressefoto 07 ©Sven Hagolani
(JPG | 120.57 KB)
>
Download Pressefoto 08 ©Sven Hagolani
(JPG | 154.93 KB)
>
Download Pressefoto 09 ©Sven Hagolani
(JPG | 119.96 KB)
>
Download Bandlogo 4c
(jpg | 0.85 MB)
>
Download Bandlogo sw
(jpg | 98.18 KB)
>
Download Bandbio Deutsch (pdf | 294.00 KB)
Mit „Gyp Hop“ erscheint 2009 das
dritte Album der Band aus Berlin mit zwölf neuen Songs, die ein so fettes
Gefühl vermitteln, als höre man sie live. In zwei Jahren voller Festivals,
Reisen und etlichen Litern Kaffee im Proberaum haben die Ohrbooten ihren
musikalischen Stil noch mehr zu dem werden lassen, der er ist, inspiriert durch
eine volle Packung Leben: Ausdauerndes Touren bis in die
hintersten Winkel des deutschen Sprachraums und als Aufwärmtraining zu den
neuen Studioaufnahmen ein Trip nach Marrakesch, Marokkos Stadt hinter den
sieben Bergen: Rappen mit Schlangenbeschwörern und Grooven mit
Geschichtenerzählern auf einem riesigen Marktplatz, all das hinterlässt Spuren.
Derbe Bouncer machen ebenso Spaß wie
abgedrehte Lieder über außerirdische Besucher, nachdenkliche Reflektionen über
Sinn und Unsinn des Lebens oder ihre gesungenen Liebeserklärungen an das
weibliche Geschlecht. Diese sind so lässig und echt, dass sich dazu noch der
härteste Knastbruder melodisch im Kreis dreht und seinen Zellengenossen umarmt. Der Aufstieg einer Band wird immer
begleitet von anderen Promis: Superman persönlich gibt ein Gastspiel, rettet
mal wieder vorbildlich die Welt und „seine Haare wehen im Wind, samt Umhang,
Faust voraus“. Doch bevor die Ohrbooten Gefahr laufen, selbst zu Superhelden zu
werden, schnappen sie sich ihre Instrumente und flitzen zum nächsten
Straßen-Gig. Geht doch!
„Von Bob Marley bis Slipknot, steckt
quasi alles im Gyp Hop“, singt Frontmann Ben und erklärt damit so gut es mit
Worten eben geht, wo der Sound der Ohrbooten zu verorten ist. Weil sie sich in
keiner der vorhandenen Musik-Schubladen wohl gefühlt hätten, haben sie selber
eine aufgezogen und einen dicken „Gyp Hop“-Sticker raufgeklebt.
Heraus schallt ein unerhörter
Großstadtsound, eine Mischung aus teergetränkten Melodien, Falafel-Beats und
filmreifen Texten. Synthie und Romantik. Was aus der Konserve fresh kommt, wird
live seiner Bestimmung zugeführt. Durch jahrelanges Training auf den Strassen
und Bühnen absolut unerschrocken und jeder Situation gewachsen, sehen die
Ohrbooten inzwischen im „Auftauen“ der Crowd einen speziellen Reiz. Schlagzeuger Onkel sagt: „Es ist für
uns eine besondere Herausforderung, wenn das Publikum zäh ist. Das ist unser
Kick, sie zum Springen zu kriegen.“ Ist der Bann gebrochen, geht’s ab. In
der einen Sekunde ist man am Ausrasten, streckt die Arme gen Himmel und hechtet
zum Stagediving. Drei Songs später, wenn die Lichter gedimmt werden, ist man
bereit, dem Unbekannten neben sich das eigene Herz auf einem samtenen Kissen zu
überreichen.
Auf der Bühne liegt auch die Wurzel
der Ohrbooten, seit sie sich zu Beginn des neuen Jahrtausends zusammentaten.
Doch wie fing alles an? Lange vor
Beginn der Zeitrechnung des Ohrboots trifft Matze an einem schönen
Sonntagnachmittag bei einer Jam-Session auf Ben, der damals als Bassist mit
einem DJ auf der Bühne steht. In der Pause spricht er ihn an. Es ist
musikalische Liebe auf den ersten Blick, und die zwei beschließen noch am
selben Tag, eine Band zu gründen. Ein Sänger und ein Gitarrist. Doch der
notorisch leere Kühlschrank treibt die beiden erst mal auf die Straße: Mucke
machen für kleines Geld und ein paar Verfahren wegen Ruhestörung.
Viele Jahre später macht Ben einen
Ausflug nach Hamburg und begegnet Onkel und Noodt auf einem Workshop. Es funkt
auch zwischen ihnen, und nun haben sie alles was eine Band braucht: Ben als südländischer Sänger und
Texter, obendrein noch tätowiert. Matze, der früher in Punkbands gespielt hat
und heute ein Hexenmeister auf seiner gepimpten Akustikgitarre ist. Noodt, der
alles rockt, was schwarze und weiße Tasten hat - dank doppelt verstrebter
Hirnhälften links Bass und rechts Orgel. Dazu noch ein Onkel, der als Drummer
Heavy Metal prügelt, aber gleichzeitig indische Gebetsglöckchen zum klingen
bringt.
Diese Jungs haben einiges vor, und es
stellt sich zwangsläufig die Frage: Star oder Chlochard? Beides natürlich!
Also gehen sie einfach weiter ihren Weg über rote Teppiche und staubige
Strassen und machen ihr eigenes Ding.
Schönes Ding!