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Smoke Blow, der sympathisch-bockige, immer
wieder verschmitzt grinsend Haken schlagende Hardcore-/Punk-Hase aus Kiel,
meldet sich frisch ausgeschlafen zum neuen Jahrzehnt mit einem neuen, dem
mittlerweile siebten, Studioalbum zurück.
Eine gewisse Unberechenbarkeit zeichnete den
Sechser - man kann die norddeutschen Originale mittlerweile getrost als
Institution auf ihren musikalischen Spielfeldern betiteln - schon immer aus und
umso gespannter dürfte der mittlerweile große Fankreis der Band dem neuen Werk
entgegenfiebern. Und in der Tat, wer hätte es gedacht, wieder einmal ist alles
anders:
SMOKE BLOW präsentieren 2 Jahre nach der eindeutigen Punkrock-Hommage „Colossus“
ihr bis dato eindeutig härtestes Album.
„The Record“ beinhaltet 12 wahnsinnig
treibende, kompromisslos nach vorn groovende Songs, die man vielleicht irgendwo
zwischen der „deathrockigen“ Attitüde von Entombed, dem Vibe von Alben wie „Feel
The Darkness“ von Posion Idea und New York Hardcore-„Gebretter“ einordnen kann,
wobei ein kleiner wie feiner Schuss Black Metal dem Ganzen seine
schlussendliche Würze verleiht.
Dabei ist „The Record“ weder Old- noch
Newschool, die neuen Tracks verkörpern schlicht und auch ergreifend zeitgemäß
produzierte, ehrlich und direkt gespielte Rockmusik. Mit dem Kopf gegen die Wand.
Bei aller Wandlungsfähigkeit, die grundsätzlichen Albumideen betreffend,
sind und waren SMOKE BLOW jedoch im Soundkern immer unverkennbar SMOKE BLOW.
Durchaus ein kleines Kunststück, das mit Sicherheit auch international nicht
vielen Bands gelang und/oder gelingt. Dieser Fakt macht es der SB-Fangemeinde
natürlich trotzdem nicht immer leicht, von eventuell lieb gewonnenen Song- wie
Album-Ansätzen darf man sich schließlich mehr oder minder unmittelbar wieder
verabschieden, sobald die Herren aus Schleswig-Holstein ein Album erfolgreich
im Kasten haben. Ob das hieraus resultierende „Sitzen zwischen den Stühlen“ von
Vor- oder Nachteil für die sechs Protagonisten war und ist, sei dahingestellt.
Ihrer allgemeinen Beliebtheit tut dies jedoch kaum einen Abbruch, was u.a.
aller Orten sehr gut besuchte Konzerte eindrucksvoll unterstreichen. Auf der Bühne
macht der Band zudem kaum jemand etwas vor, verdienter Maßen genießen die
Kieler den Ruf, eine der besten Live-Bands des Planeten zu sein. Wer sich von
der Wucht einer SMOKE BLOW-Show bislang noch nicht überzeugen konnte, tut
mit Bestimmtheit gut daran, dies schleunigst nachzuholen.
Einige Quickfacts wie folgt:
Aufgenommen und produziert wurde „The
Record“ mit freundlicher Unterstützung von Tom
Schwoll (Jingo De Lunch), gemixt von Alex
Newport (At The Drive-In, The Locust, Fudge Tunnel) im Future Shock
Studio in NYC und gemastert von Jacob
Hansen (Maroon, Volbeat, Heaven Shall Burn) in den Hansen Studios (Ribe, Dänemark).